FAQ

Das VDE-Zeichen

VDE

Das VDE-Zeichen dokumentiert die Sicherheit und Normenkonformität eines elektrotechnischen Erzeugnisses hinsichtlich elektrischer, mechanischer, thermischer, toxischer und sonstiger Gefährdungen. Es wird ausschließlich vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut vergeben. Ein Hersteller darf seine Produkte nur nach erfolgter Überprüfung und Ausstellung eines entsprechenden Zertifikates mit dem VDE-Zeichen versehen.

Das ENEC-Zeichen

ENEC

Das ENEC-Zeichen ist das zwischen den Prüfstellen der Europäischen Union vereinbarte Konformitätszeichen für Produkte der Elektrotechnik. Es steht für Normenkonformität mit den Europäischen Sicherheitsnormen, insbesondere durch die EN 60598 und damit auch mit der deutschen VDE 0711. Geräte, die das ENEC-Zeichen tragen, müssen dieselben Prüfungen bestehen, wie solche, die das VDE-Zeichen erhalten haben. Die Prüfzeichen sind vergleichbar, mit der Ausnahme, dass das ENEC-Zeichen europaweit anerkannt wird. Das ENEC-Zeichen wird in Verbindung mit der Identifikationsziffer der Nationalen Prüfinstituts (z.B. 10 für den VDE) abgebildet.

Das GS-Zeichen

GS

Das GS-Zeichen bestätigt die Konformität mit dem Gerätesicherheitsgesetz. Es ist ein in Deutschland gültiges nationales Kennzeichen.

Das CE-Zeichen

CE

Das CE-Kennzeichen ist kein Prüfzeichen. Es ist ein Verwaltungskennzeichen und dokumentiert die Konformität des Produktes mit den geltenden EG-Richtlinien. Damit erklärt der Hersteller des Produktes eigenverantwortlich, dass Anforderungen europäischer Richtlinien erfüllt sind. Ohne CE-Kennzeichen darf innerhalb der Europäischen Union kein Produkt in Umlauf gebracht werden.

Das EMV-Zeichen

EMV

Im Gegensatz zum CE-Zeichen entsprechen mit dem "EMV" gekennzeichnete Produkte nachweislich den Vorschriften über die Einhaltung der Funkstörgrenze nach VDE 0875/Teil 2 und EG-Richtlinie 82/500.

Leuchtensockel

So bestellen Sie ein Leuchtmittel ohne genaue Bezeichnung, ohne Herstellerangabe und ohne Bestellnummer, des Leuchtmittels. Es sollte aber wenigstens die Leistung bekannt sein, sie wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) angegeben.

Damit das passende Leuchtmittel herausgefunden werden kann, sind einige Angaben erforderlich.

Mit Hilfe einer kleinen Auswahlliste (auch Checkliste genannt) kommt man trotzdem meistens zum gewünschten Ziel.

Handelt es sich um eine Halogenlampe oder Entladungslampe?

Die Halogenlampe ist nach dem einschalten praktisch sofort hell.

Bei einer kalten Entladungslampe, unabhängig ob für sofortige Wiederzündung oder nicht, dauert es ca. 1 Minute bis die Lampe mit voller Helligkeit brennt. Diese Zeit nennt sich Hochlaufzeit und kann je nach Type etwas kürzer oder länger dauern.

Eine Entladungslampe besitzt kein Wendel, sondern nur Elektroden.

Eine Halogenlampe ist eine Glühlampe und besitzt eine Wendel. Eine Stablampe ein langgestrecktes Wendel und eine normale Lampe in der Regel ein rechteckiges Wendel.

Bauart des Leuchtmittels

Hat ein Leuchtmittel an einem Ende alle elektrischen Anschlüsse, dann ist es einseitig gesockelt. Es ist nur ein Sockel vorhanden und somit nur eine Fassung erforderlich.

Hat das Leuchtmittel zwei getrennte Anschlüsse, dann sind zwei Sockel vorhanden und es sind auch zwei Fassungsteile erforderlich.

Ausführungen der Sockelung

Leuchtmittel haben elektrische Anschlüsse, zumeist sind diese so ausgebildet, dass sie auch zur mechanischen Befestigung und Fixierung dienen. Ist dies der Fall, wird von einem Sockel gesprochen. Das Gegenstück dazu ist die Fassung. Grob lassen sich 3 Arten unterscheiden:

Kabelsockel - Das Leuchtmittel hat Kabel, mit denen sie an die elektrische Versorgung angeschlossen werden. Dabei ist an dem Leuchtmittel die Kabeleinführung so ausgebildet, dass an ihr die Lampe auch befestigt werden kann. Diese Art von Sockel gibt es für einseitig und zweiseitig gesockelte Leuchtmittel.

Keramiksockel - Haben einen oder zwei Kontakte und dienen gleichzeitig zur Befestigung des Leuchtmittels.

Sonderausführungen, dies sind zum Teil Mischformen und werden hier nicht erläutert.

GU5.3
GU10
GZ10
B15d
B22d
R7s
E14/E12
E27/E26
E40/E39

Schutzklassen zur Vermeidung eines Stromschlags

Klasse Bedeutung Hinweise Symbol
I Geräte und Leuchten mit Anschlussstelle für Schutzleiter, mit der alle berührbaren Metallteile verbunden sein müssen, die im Fehlerfall unmittelbar Spannung annehmen können. Anschluss an Netzschutzleiter zwingend erforderlich. Das Symbol ist an der Anschlussstelle angebracht. SK1
II Bei solchen Geräten dürfen keine Metallteile berührbar sein, die im Fehlerfall unmittelbar Spannung annehmen können (Schutzisolierung oder doppelte Isolierung). Leuchte darf keinen Schutzleiteranschluss haben und nicht mit Netz-Schutzleiter verbunden werden. SK2
III Leuchten zum Betreiben mit Schutzkleinspannung (SELV), d.h. mit Spannungen unter 50V, die ein Sicherheitstransformator nach DIN VDE 0551 (EN60742) erzeugt oder die aus Batterien bzw. Akkumulatoren entnommen werden. Das Gerät darf keinen Schutzleiteranschluss haben und nicht mit Netz-Schutzleitern verbunden werden. SK3

Auszüge aus der DIN5035 nach ASR 7/3 und DIN5035 Teil 2

Wir erlauben uns, hierzu im Vorfeld ein paar Anmerkungen zu machen:

Die DIN 5035 wird immer noch als Standard für die Festlegung und Bewertung von Beleuchtungsstärken in öffentlichen Räumen herangezogen.

  • Da wir unsere Umgebung mit unserem Auge sehen und wahrnehmen, ist Licht ein kreatives Mittel – vielleicht das repräsentativste von Allen, je nach Qualität der Beleuchtung.
  • Es gibt Leuchtmittel – die ihr Licht nutzen, um ihre Arbeit zu erleichtern, um Farbe, Brillianz und Struktur zu repräsentieren, um Räume optisch zu vergrößern, um Intimität zu unterstützen, um auf Aufmerksamkeit zu lenken, um zu besänftigen oder anzuregen, zum Anschauen und um sich daran zu erfreuen.
  • Zu ca. 80 Prozent nehmen wir über unseren Augen unser Umfeld durch das Wechselspiel von Licht, Material und Raum war.
  • Das Licht - die Beleuchtung - beeinflusst maßgebend das Sehen und das Wohlbefinden eines Menschen und ist somit ein wesentlicher Umweltfaktor
  • Ein harmonisches Umfeld für alle Tätigkeiten schafft eine richtig eingesetzte Beleuchtungstechnik – sie bringt die notwendigen Voraussetzungen für Sehen und Erkennen und setzt Akzente der Erholung und Entspannung.
  • Der Beleuchtungsplaner stellt sich die Herausforderung, für die jeweiligen Sehaufgaben eines Menschen eine zweckmäßige natürliche und/- oder künstliche Beleuchtung zu schaffen.
  • Die Kooperation von unterschiedlichsten Merkmalen wie:
    Blendungsbegrenzung
    lichttechnische Größen
    Helligkeitsverteilung
    visuelle Umgebung
    Kunst- und Tageslicht
    Lichtfarbe und Farbwiedergabe
    Schattigkeit und Lichtrichtung
    zeitliche Gleichmäßigkeit

Diese Merkmale geben Hinweise für die Güte einer Beleuchtungsanlag bei einer bestimmten Sehaufgabe.

In der Bewertung der Qualität einer Beleuchtungsanlage stehen im wesentlich mehr Faktoren zu Verfügung als der reine Zahlenwert der Nennbeleuchtungsstärke. Es sollte bei der Wahl der Leuchten und Lampen immer Rücksicht auf die jeweiligen individuellen Belange des Nutzers genommen werden. Die in der DIN 5035 angegebenen Zahlenwerte sollten immer nur als Empfehlung für den jeweiligen Arbeitsbereich, niemals für einen gesamten Raum angesehen werden.

Hier ein Beispiel: In der Regel reichen eine mittlere Nennbeleuchtungsstärke von 300 Lux auf der Fläche eines Schreibtisches bei Fensternähe und ausreichend Tageslichteinfall aus. Um in der "hintersten Ecke" einen Ordner aus dem Regal zu nehmen und dessen Inhalt dann bei ausreichender Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz lesen zu können, genügen 150 Lux vollkommen.

Wir möchten nicht vergessen zu erwähnen, das in der heutigen Zeit der sinnvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen wirtschaftliche Aspekte bei der Planung einer Beleuchtungsanlage nicht unberücksichtigt bleiben sollte, aber das Wohlbefinden sowie die Kreativität am Arbeitsplatz für den Menschen äußerste Priorität behalten muss.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Richtwerte für Beleuchtungsstärken nach DIN 5035 Teil 2, Arbeitsstätten Auszüge [Stand September 1990], dem europäischen Normenentwurf E [DIN5035-2:1996-06, DIN67505] sowie DIN EN 12193 [Stand 11/1999] aufgeführt. In den Arbeitsstättenrichtlinien ASR 7/3 und DIN 5035 Teil 2 sind Nennbeleuchtungsstärken für die Beleuchtung von Arbeitsstätten festgelegt. Die ASR 7/3 wurde vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung erlassen. Die dadurch vorgeschriebenen Nennbeleuchtungsstärken sind Mindestwerte.

Nennbeleuchtungsstärken nach DIN 5035 nach ASR 7/3 und DIN 5035 Teil 2 für öffentliche Gebäude in tabellarischer Form

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Lumen

Lumen

Der Lichtstrom bezeichnet die abgestrahlte Lichtmenge

Lux

Lux

Die Beleuchtungsstärke bezeichnet die Beleuchtung einer Fläche

Candela

Candela

Die Lichtstärke bezeichnet die Stärke des Lichtaustritts

Lichtstrom in Lumen (lm)

lateinisch lumen Licht -
Diese lichttechnische Größe dient dazu, die Strahlungsleistung einer Lichtquelle einzuschätzen Dementsprechend ist der Lichtstrom die nach spektralen Helligkeitsempfinden des menschlichen Auges bewertete Strahlungsleistung einer Lichtquelle, die in Lumen (lm) angegeben wird. Lumen ist das Produkt aus Lichtstärke und Raumwinkel.

Was ist Lumen

Lumen (lm) / Lichtstrom. Die pro Sekunde abgestrahlte Leistung im Wellenbereich des sichtbaren Lichtes.

Einige Vergleichs Angaben:

  • Eine 60 Watt Glühlampe hat einen Lichtstrom von 600 Lumen (lm)
  • Eine 100 Watt Glühlampe hat einen Lichtstrom von 1'500 Lumen (lm)
  • Eine 40 Watt Leuchtstoffröhre hat einen Lichtstrom von 2'300 Lumen (lm)
  • Eine 100 Watt Quecksilberdampflampe hat einen Lichtstrom von 4'500 Lumen (lm)

Beleuchtungsstärke in Lux

lateinisch lux Licht -
Dieser Wert gibt an, wie stark eine Fläche beleuchtet ist. Maßeinheit der Beleuchtungsstärke, die den Quotienten aus dem Lichtstrom und der von ihm beleuchteten Fläche bezeichnet: 1 lx = 1 Lumen je m². Dieser kommt aus der Fotografie und Lichtarchitektur.

Was ist LUX?

Lux (lx) / Beleuchtungsstärke. Das ist der Lichtstrom, der auf einer bestimmten Fläche bei einem Empfänger auftritt.

Einige Vergleichs Angaben:

  • Sonnenlicht am Mittag im Sommer entspricht ungefähr einer Beleuchtungs-stärke von 100'000 Lux.
  • Ein bedeckter Himmel im Sommer entspricht ungefähr einer Beleuchtungs-stärke von 10'000 Lux.
  • Dunkle Regenwolken während dem Gewitter entsprechen ungefähr einer Be-leuchtungsstärke von 1'000 Lux.
  • Eine Büroraum-Beleuchtung entspricht ungefähr einer Beleuchtungsstärke von 500 Lux.

Lichtstärke in Candela (cd)

lateinisch - candela - Kerze, Wachslicht -
Die Lichtstärke bezeichnet - vereinfacht - die Stärke des Lichtaustritts. Diese ist vom Lichtstrom (Lichtmenge) und vom Austrittswinkel des Lichts abhängig. Beispiel: 5-mm-LEDs haben verschiedene Abstrahlwinkel, z.B. 10 und 120 Grad. Trotz gleicher Lichtenergie (Lichtstrom, hier 5 Lumen) hat die 10°-Diode eine 12- mal höhere Lichtstärke als die 120°-Diode. Die gleiche Lichtmenge ist einmal auf 10, einmal auf 120 Grad verteilt. 10 Meter entfernt wirkt eine 10°-Diode nur in einem Winkel von 10 Grad hell, während die 120°-Diode in einem Winkel von 120 Grad gleich hell wirkt. Die Lichtstärke ist die Bezeichnung für den in eine bestimmte Richtung abgestrahlten Teil des Lichtstroms.

Beleuchtungsstärke

Lichtstärke

Was ist Candela?

Candela (cd) / Lichtstärke. Der Lichtstrom, welcher in einem bestimmten Raumwinkel ausgestrahlt wird.

Einige Vergleichs Angaben:

  • Eine Kerze entspricht einer Lichtstärke von 1 Candela (cd)
  • Eine 40 Watt Glühlampe entspricht einer Lichtstärke von 40 Candela (cd)
  • Eine 100 Watt Glühlampe entspricht einer Lichtstärke von 130 Candela (cd)
  • Eine 40 Watt Leuchtstofflampe entspricht einer Lichtstärke von 200 Candela(cd)

Was ist die Leuchtdichte?

Die Leuchtdichte gibt an, welche Menge an sichtbarem Licht (der Lichtstrom) von einer bestimmten Oberfläche aus (die Fläche der Lichtquelle / LED) in einer bestimmten Richtung ausgestrahlt wird.

Einige Vergleichs Angaben:

  • Die Mittagssonne entspricht einer Leuchtdichte von 1'600'000’000 cdm
  • Eine klare 100 Watt Glühlampe entspricht einer Leuchtdichte von 10.000.000 cdm
  • Eine matte 100 Watt Glühlampe entspricht einer Leuchtdichte von 200.000 cdm
  • Eine Kerzenflamme entspricht einer Leuchtdichte von 5.000 cdm

ANSI Lumen

ANSI Lumen / Lumen (lm). Mit ANSI Lumen wird die Lichtgrösse eines Beamers zur Leinwand gemessen. Dies ist ein genormtes Verfahren.

Die Lichtstärke wird bei Beamern und Projektoren in ANSI-Lumen angegeben. Bei diesem genormten Messverfahren wird die Beleuchtungsstärke auf einer Leinwand mit 9 Feldern gemessen.

So kann man verschiedene Projektionsmethoden und Lampen Typen untereinander vergleichen.

Lichtfarbe

Farbe abstrakt benannte und subjektive empfundene, durch Farbton gekennzeichnete Sinnesempfindung, die durch sichtbares Licht bestimmter Wellenlänge als Farbreiz in den Zapfen der Netzhaut des Auges empfunden wird. Er scheint ein Körber in einer bestimmten Farbe oder Farbton, dann werden alle anderen Farben absorbiert und nur eine Farbe reflektiert. Wird das gesamte Licht reflektiert, erscheint der Körber weiß, wird kein Licht reflektiert, erscheit er schwarz.

Farbe wird darüber hinaus nach Farbton, der Helligkeit, der Sättigung und anderen Kriterien je nach Verwendung unterschieden.

Lichtfarbe - Unterschied zwischen Warm und Kalt

Die Lichtfarbe macht den Unterschied zwischen kalten und warmen Licht. Sie wird bestimmt durch das Farbspektrum, das je nach Leuchtmittel variiert. Von zentraler Bedeutung sind die Farben Rot und Blau. Je mehr Rotanteile, desto wärmer ist das Licht, je mehr Blauanteile, desto kälter. Gemessen wird die Lichtfarbe in Kelvin (K).

Helligkeitsverteilung - Komposition von Hell und Dunkel

Ziel ist es, Helligkeit so harmonisch zu verteilen, das Räume wohnlich werden. Sowohl ein heller Lichtfleck in dunkler Umgebung als auch ein eintönig beleuchteter Raum werden vom Betrachter als unangenehm empfunden. Die Beleuchtung in einem Raum sollte daher ein weiches Raumlicht mit spannendem Zonenlicht kombinieren.

Helligkeitsverteilung

Lichtsteuerung - Anpassung an individuelle Anforderungen

Dynamisches Licht passt sich individuellen Anforderungen an. Es stellt sich auf Situationen ein, Tätigkeiten Tageszeiten und Stimmungen. Wichtigstes und beliebtestes Instrument ist der Dimmer. Er entscheidet z.B. ob die Leuchte ein kräftiges Leselicht oder ein gemütliches Stimmungslicht spendet. Dabei lassen sich die elektronischen Niedervolt-Transformatoren dimmen.